Starkregen - Definition

Für den Begriff des Starkregens existieren verschiedene Definitionen, die sich je nach Region auch deutlich unterscheiden können. Eine Abgrenzung erfolgt oft nach der Niederschlagsintensität in Abhängigkeit von der Niederschlagsdauer. Für Ereignisse kurzer Dauer kann zum Beispiel die Formel nach WUSSOW herangezogen werden. Nach WUSSOW berechnet sich die Niederschlagsmenge, die mindestens fallen muss, um von einem Starkregenereignis sprechen zu können, nach folgender Formel:

Formel nach Wussow
Formel nach Wussow

>> Berechnungstool zur Abgrenzug nach Wussow

 

Die Maßeinheit für den Niederschlag sind mm oder Liter pro m², wobei 1 mm Niederschlag genau einem Liter pro m² entspricht. Also entsprechen zum Beispiel 10 mm Niederschlag 10 Litern pro m².

 

Bei Starkregen ist generell zwischen Starkregen mit geringer Dauer und hoher Intensität (Regen aus konvektiver Bewölkung / Gewittern) und jenen mit großer Dauer und eher mäßiger Niederschlagsintensität (Regen aus Schichtbewölkung) zu unterscheiden. Dazwischen gibt es auch Übergangsformen.

 

Während bei Dauerregen die Verteilung der Mengen relativ gleichmäßige und einigermaßen berechenbare Übergänge zwischen Gebieten mit mehr Niederschlag und solchen mit weniger Niederschlag zeigt, treten bei konvektivem Regen oft sehr große Unterschiede auf engem Raum auf. Folglich wird nur in Ausnahmefällen die maximale Menge eines derartigen Ereignisses von Niederschlagsmesstellen erfasst, und es gibt oft bedeutende Unterschiede zwischen den maximal auftretenden und den maximal gemessenen Niederschlagssummen.

 

In Bezug auf den Auftretenszeitpunkt von Starkregen ist eine ungleichmäßige Verteilung der einzelnen Ereignisse typisch. So treten extreme Ereignisse manchmal knapp hintereinander auf. Häufungsphasen (Serien) wechseln mit ruhigeren Phasen ab. Dabei lassen sich teilweise Serien auf unterschiedlichen zeitlichen Ebenen ausmachen, die ineinander integriert sein können.

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letzte Aktualisierung der Seite: Jänner 2018