Starkregen im Großraum Wien

Bei länger anhaltendem Starkregen (Dauer­regen) zeigt sich in Wien meist eine deutliche Zunahme der Regen­mengen von Osten (Marchfeld) nach Westen (Wienerwald).

 

Bei Gewittern treten hingegen von Ereignis zu  Ereignis oft recht unter­schiedliche räumliche Ver­teilungs­muster der Regenmenge auf. Auch die räumliche Verteilung der Auf­tretens­wahr­schein­lichkeit bestimmter Nieder­schlags­summen ist hier weniger eindeutig. Lokale Ab­wei­chungen dürften zumindest teilweise über die großräumige Verteilung dominieren. In Bezug auf die Aus­lö­sung, Ver­stär­kung und Ab­schwä­chung von Gewittern ist die Lage zu den Alpen und zum Wienerwald von ent­scheidender Bedeutung. Bei west­licher Strömungs­richtung spielen Lee­effekte durch Um- und Über­strömung des Wiener­waldes eine Rolle, bei öst­licher An­strö­mung kann es zu Hebungs­prozessen am Ostrand des Wiener­waldes kommen. Auch kleinere Hügel wie Laaer Berg und Wiener Berg dürften einen Einfluss aus­üben. Oft, aber nicht immer, kommt ergiebiger Gewitter­regen aus dem Sektor Südwest bis Südost, wobei sich - entgegen weit ver­breiteter Meinungen - die Gewitter auch direkt über Wien bilden oder ver­stär­ken können (zum Beispiel durch lokale Kon­ver­genzen bedingt).

 

Im eHYD-Portal sind für ver­schie­dene Jähr­lich­keiten und Dauerstufen an­ge­nom­mene Nieder­schlags­summen in Österreich zu finden. Die Daten beziehen sich auf Gitter­punkte mit einem Abstand von je 6 km, wodurch lokale Ab­wei­chungen weitgehend unter den Tisch fallen. Der sehr breite angegebene Werte­bereich, spiegelt gut die Pro­ble­matik der die Thematik Starkregen be­tref­fenden Un­sicher­heiten wieder.

Weiterführende Informationen

Jimdo

letzte Aktualisierung der Seite: März 2019